Versicherungsschutz von Jagdgästen neu ausgelegt

Künftig zählt Tätigkeit
Versicherungsschutz von Jagdgästen neu ausgelegt.
Der Landesjagdverband hatte die Landwirtschaftliche Sozialversicherung (LSV) s gebeten zu prüfen, ob und in wieweit künftig ein umfassenderer gesetzlicher Unfallversicherungsschutz für die in Jagdunternehmen tätigen Personen unabhängig von
ihrer Position denkbar ist. Bislang erforderte insbesondere die versicherungsrtechnische Abgrenzung bei Jagdgästen immer wieder gerichtliche Klärungen.
Die Landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaften vertraten bisher bundesweit die Rechtsauffassung, dass Jagdgäste, die als Gegenleistung für die gebotene Jagdmöglichkeit andere Tätigkeiten im Revier durchführen, auch in diesen Tätigkeiten nicht versichert seien.
Insbesondere in jüngster Zeit wichen Gerichte von dieser Auffassung ab:
Bei der versicherungsrechtlichen Beurteilung sei rein auf die Unfall bringende Tätigkeit abzustellen. Falls gleichzeitig eine Berechtigung zur Jagdausübung bestehe, sei dies rechtlich ohne Relevanz, wenn die betreffende Person im Unfallzeitpunkt arbeitnehmerähnlich tätig wird.
Daraufhin haben die LSV-Träger auf Bundesebene entschieden, ihre bisherige Rechtsauslegung aufzugeben. Im Grundsatz ist künftig immer dann von einem Versicherungsschutz auszugehen, wenn die Unfall bringende Tätigkeit als arbeitnehmerähnlich angesehen werden kann.
LSV