Mehr Sicherheit bei Gesellschaftsjagden

Potsdam – Vor dem Hintergrund, dass es bei der Durchführung von Gesellschaftsjagden immer wieder zu schweren Jagdunfällen kommt, starten der Landesjagdverband Brandenburg und die Landesforstverwaltung Brandenburg eine gemeinsame Initiative für mehr Sicherheit bei Gesellschaftsjagden.

Mit Beginn des neuen Jagdjahres am 1. April wird eine Tragepflicht für orangene Warnbekleidung für alle Teilnehmer an Gesellschaftsjagden eingeführt. Damit sind bei Gesellschaftsjagden im Landeswald mit Beginn der nächsten Drückjagdsaison auch alle Schützen zum Tragen entsprechender Warnwesten oder -jacken verpflichtet. Bisher reichte für diese ein orangefarbenes Signalband am Hut. Ziel ist die Erhöhung der Sicherheit für alle Teilnehmer an Gesellschaftsjagden. Insbesondere bei den oft groß angelegten Stöberjagden geht Brandenburg hier über das von den Unfallverhütungsvorschriften geforderte Maß hinaus, das eine derartige Warnkleidung bisher nur für die Treiber und laufende Schützen fordert.

Der Landesjagdverband schließt sich dieser Initiative ausdrücklich an und empfiehlt diese Regelung für alle Schützen, die sich während der Jagd am Boden befinden. Geeignete Westen zur Kenntlichmachung bietet der Verband an.

Wildbiologische Forschungen in den USA und Skandinavien zeigten, dass die Farbe Orange durch das Wild nur schlecht wahrgenommen wird und deutlich besser als Tarnung gegenüber dem Wild wirkt als die Farbe Grün, die in ihren verschiedenen Nuancen durch das Wild sehr intensiv wahrgenommen wird. Die Sichtbarkeit des Schützen für das Wild wird durch das Tragen von Warnbekleidung nicht verstärkt. Warnjacken haben also keinen Einfluss auf den Jagderfolg, wohl aber lässt sich das Unfallrisiko deutlich senken.

Anmerkung:

Es handelt sich um eine „Empfehlung“ der Berufsgenossenschaft. Lediglich die Landesforstverwaltung Brandenburg schreibt den teilnehmern von Geselschaftsjagden das tragen zwingend vor.