DJV - Mitteilung

Letzte Änderung am Donnerstag, 21. September 2017

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Orange ist die Farbe der Saison Buntes Treiben im Herbst: Menschen mit orangefarbenen Warnwesten oder Hutbändern sind jetzt häufig in Feld und Wald unterwegs, mit dabei sind viele Jagdhunde - die Hauptjagdsaison hat begonnen.

Deutschland isst Wild Plus 12 Prozent: Rund 22.000 Tonnen Wildbret haben die Deutschen verzehrt/ DJV- Umfrage zeigt: Wildbret ist beliebt Wildbret liegt voll im Trend, ergab eine aktuelle repräsentative DJV-Umfrage: ...

Jagd ist wichtig............ Schlechtes Image der Jäger? Von wegen: 80 Prozent der Deutschen sind überzeugt, dass die Jagd notwendig ist, um Wildbestände zu regulieren und Wildschäden in Wald und Feld vorzubeugen.

Wenn der Hund zum Wolf wird Junge Rehkitze und Hasen sind häufig Opfer wildernder Haushunde "Gerissenes Kitz stirbt qualvoll", "Wildernder Hunde hetzt Reh auf Straße": Schlagzeilen wie diese häufen sich derzeit in der Lokalp...

DEVA zum Thema bleifreie Geschosse Negative Beispiele aus Jagd- und Polizei-Praxis Monitoring- Programm wird erweitert Unbedingten Forschungsbedarf sieht die Deutsche Versuchs- und Prüf-Anstalt für Jagd und Sportwaffen (DEVA) h...

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Große Allianz für mehr "Farbe ins Feld" (FiF)

Ziel für 2011: 12.000 Hektar zusätzliche Blühflächen in Deutschland

 

 

Im Rahmen des Projektes Farbe ins Feld (FiF) sollen noch dieses Jahr 12.000 Hektar neue Blühflächen in Deutschland entstehen. Eine breite Allianz macht sich dafür stark: Deutscher Jagdschutzverband (DJV) und Fachverband Biogas (FvB) bieten ihren Mitgliedern in Kooperation mit verschiedenen Saatgutfirmen pünktlich vor der Aussaat 2011 Nachlässe von 15 Prozent auf bestimmte Samenmischungen an. Ideelle Unterstützer des FiF-Projektes sind die Bundesarbeitsgemeinschaft der Jagdgenossenschaften und Eigenjagdbesitzer (BAGJE), das Deutsche Maiskomitee (DMK) und die Jägerstiftung natur+mensch. Weitere Informationen zu FiF gibt es auf der Internet-Seite www.farbe-ins-feld.de.

 

Für die Anlage von Blühstreifen als Bejagungsschneisen im Maisfeld gibt es aktuell in sechs Bundesländern Erleichterungen bei den Betriebsprämienanträgen: Hamburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz und Schleswig-Holstein bieten jetzt spezielle Nutzungscodes an. Die neue Regelung gilt, wenn für die betreffenden Flächen nur die Betriebsprämie und keine Agrarumweltmaßnahmen beantragt werden. Damit müssen Landwirte künftig in diesen Bundesländern Bejagungsschneisen nicht mehr gesondert ausmessen und beantragen. Dieses bürokratische Hindernis schreckte bislang viele Landwirte davon ab, Blühstreifen als Bejagungsschneisen in ihren Feldern anzulegen. Die Verbände fordern auch die übrigen Bundesländer auf, diese wichtige Vereinfachung bei der Anlage von Bejagungsschneisen möglich zu machen, indem die entsprechenden Codes kurzfristig für die Antragstellung 2011 eingeführt werden.

 

Da Blühstreifen nachweislich einen positiven ökologischen Nutzen in der Ackerflur entfalten, unterstützen viele Bundesländer deren Anlage mit verschiedenen Förderprogrammen. Dabei sind unterschiedliche Bedingungen einzuhalten, die auf der Seite www.farbe-ins-feld.de abgerufen werden können. Dort finden sich auch grundsätzliche Hinweise zur Anlage von Bejagungsschneisen und Blühstreifen. Die Allianz der Verbände setzt neben den Länderprogrammen zunehmend auf freiwillige Blühstreifen-Maßnahmen ohne Förderung, weil die Programme teilweise auslaufen, wie das Beispiel Bayern zeigt.

 

Mit den Blühstreifen entstehen zusätzliche Lebensräume und Nahrungsquellen für viele nützliche Insekten wie Bienen und Schmetterlinge sowie für Vögel oder kleinere Säugtiere. Blühstreifen im Acker schaffen zudem Abwechslung im Landschaftsbild und wirken sich wohltuend auf den Erholung suchenden Menschen aus. Blühstreifen als Bejagungsschneisen angelegt wirken den Bejagungsproblemen von Schwarzwild im Maisbestand entgegen. So können gemeinsame Ziele von Ackerbau, Biomasseproduktion, Jagd und Naturschutz in der Agrarlandschaft in Einklang gebracht werden. Die Akzeptanz in der Bevölkerung wird erhöht.

 

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Welches Jagdrecht braucht braucht der Wald?

DJV nahm am Fachgespräch der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen teil

 

"Der Wald braucht ein angewandtes Jagdrecht, dass sowohl den Ansprüchen von Wald, Wild und Mensch gerecht wird", so beantwortete Helmut Dammann-Tamke, Präsident der Landesjägerschaft Niedersachsens (LJN) und im Präsidium des Deutschen Jagdschutzverbandes (DJV) für Forstwirtschaft zuständig, die zentrale Frage des Fachgesprächs zum Thema "Der Wald-Wild-Konflikt - Welches Jagdrecht braucht der Wald?". Neben Dammann-Tamke hatte die Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen Ende November die Vorsitzende des Ökologischen Jagdverbandes (ÖJV), Forstwissenschaftler der Universität Göttingen und Vertreter der Arbeitsgemeinschaft Naturgemäßer Waldwirtschaft sowie der Deutschen Wildtier Stiftung nach Berlin zu einem Gedankenaustausch eingeladen.

 

Dabei bekräftigte Dammann-Tamke, dass der überwiegende Teil der Jäger sich seiner Verantwortung für den Wald und artgerechter, angepasster Wildbestände durchaus bewusst sei. Keineswegs werde negiert, dass es punktuell zu hohe Schalenwildbestände in den Revieren gäbe, die den berechtigten Interessen der Forstwirtschaft im Wege stünden. Dammann-Tamke gab aber zu bedenken, dass die Jägerschaft nicht nur Dienstleister und Partner der Jagdgenossenschaften und Eigenjagdbesitzer sei und oft schon seit Generationen Verantwortung für Reviere übernommen habe. Jäger seien zudem auch Kunden, die zum Teil eine hohe Pacht dafür zahlten, um die Jagd ausüben zu dürfen. Daher hätten sicher auch Jäger berechtigte Ansprüche zum Beispiel an den Wildbestand in ihrem Revier.

 

Aus Sicht des DJV tragen die Jagdgenossenschaften und Eigenjagdbesitzer daher eine hohe Verantwortung, um die Interessen der Forstwirtschaft und der Jäger zu berücksichtigen und mit einander in Einklang zu bringen. Die vielerorts angestrebte Maximierung von Jagdpacht bei gleichzeitiger Minimierung von Wildverbiss sind nicht miteinander zu vereinbaren und nicht zielführend. Die Probleme lassen sich innerhalb des bestehenden Jagdrechts lösen, wenn sich alle beteiligten Akteure demselben Ziel verpflichtet sähen. Wenig hilfreich sind einseitige, zum Teil polemische Schuldzuweisungen in Richtung Jägerschaft.

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Der Wald braucht eine Jagdrechtsreform

öffentliches Fachgespräch "Jagdrechtlicher Handlungsbedarf aufgrund des Wald-Wild–Konfliktes - Welches Jagdrecht braucht der Wald?" der Bundestagsfraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN am 26. November im Deutschen Bundestag

Folgende Vorträge liegen als PDF Datei vor:

Prof. Dr. Christian Ammer, Universität Göttingen, Professor in der Abteilung Waldbau und Waldökologie der gemäßigten Zonen: Ansätze zur Lösung des Wald-Wild-Konflikts aus forstwissenschaftlicher Sicht

Andreas Kinser, Deutsche Wildtier Stiftung, Referent für Forst- und Jagdpolitik: Jagdrechtlicher Handlungsbedarf aus Sicht der Wildtiere

Dietrich Mehl, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Naturgemäße Waldwirtschaft (ANW), Landesgruppe Brandenburg/Berlin: Jagdrechtlicher Handlungsbedarf aus Sicht der Forstwirtschaft

Helmut Dammann-Tamke, Präsident der Landesjägerschaft Niedersachsen: Jagdrechtlicher Handlungsbedarf aus Sicht der Jägerschaft

Elisabeth Emmert, Beisitzerin im Präsidium des Deutschen Naturschutzrings (DNR) und Vorsitzende des Ökologischen Jagdverbandes (ÖJV): Jagdrechtlicher Handlungsbedarf aus Sicht des Naturschutzes und des Ökologischen Jagdverbandes

 Hier können die Vorträge als PDF-Datei runtergeladen werden:

http://www.cornelia-behm.de/cms/default/dok/363/363872.der_wald_braucht_eine_jagdrechtsreform.html

 

DJV Schwarzwild-Projekt

Der Deutsche Bauernverband (DBV) und der Deutsche Jagdschutz-Verband (DJV) stellten das „Modellvorhaben Schwarzwildbewirtschaftung in der Agrarlandschaft – Probleme und Maßnahmen" im Rahmen der Agritechnica Mitte November 2009 in Hannover vor.
leppmann-schwarzprojekt.pdf

 

Die Deutschen meinen: Jagd ist wichtig

- Repräsentative Umfrage 2011: Arbeit der Jäger anerkannt -

 

Schlechtes Image der Jäger? Von wegen: Rund 80 Prozent der Deutschen sind überzeugt, dass die Jagd notwendig ist, um Wildbestände zu regulieren sowie Wildschäden in Wald und Feld vorzubeugen. Die Fütterung von Wild in Notzeiten befürworten 85 Prozent der Deutschen. Dass Jäger die Natur lieben, denken sogar fast 90 Prozent der Bundesbürger. Zu diesen Ergebnissen kommt das Institut für Marktforschung und Kommunikation, Bremer und Partner GmbH (IFA).

 

Im Auftrag des Deutschen Jagdschutzverbandes (DJV) befragte das Institut in einer repräsentativen Umfrage über 1.000 Teilnehmer ab 15 Jahren aus allen Alters- und Gesellschaftsgruppen. Eine deutliche Mehrheit erkennt das Engagement der Jäger für Wildtiere und Umwelt an: 70 Prozent (plus 4 Prozentpunkte gegenüber 2008) finden die Aussage "Jäger investieren viel Zeit in den Naturschutz" zutreffend und 69 Prozent (plus 5 Prozentpunkte) meinen, dass Jäger vielen selten gewordenen Arten helfen. Immerhin die Hälfte der Deutschen gab bei der Umfrage an, Kontakt mit Jägern gehabt zu haben - was durchweg zu noch besseren Noten führte.

 

Die Aussage, dass Jäger aus Lust am Töten auf die Jagd gehen, findet übrigens kaum Zustimmung: 87 Prozent der Deutschen waren anderer Meinung. Vor knapp 10 Jahren lag die Quote bei 77 Prozent. Seit 1999 ist der Prozentsatz der Deutschen deutlich gestiegen, die Jagd und Jäger in den Medien bewusst wahrnehmen - von 9 auf jetzt 27 Prozent. Mehr Zustimmung und Interesse für Jagd und Jäger in der Bevölkerung - dieser Trend geht einher mit einer steigenden Zahl von Jagdscheininhabern in Deutschland. Waren es 1990/91 noch 321.700, lag deren Zahl im Jagdjahr 2009/10 bereits bei 350.500.

Bundesrat macht Weg frei für Bejagungsschneisen

- Nutzungscodes sollen auch für Blühstreifen gelten -

 

Der Bundesrat hat in seiner Sitzung am 15. April 2011 den nächsten Schritt im Gesetzgebungsverfahren getan, um die Anlage von Bejagungsschneisen zu ermöglichen. Nun kann das Bundeslandwirtschaftsministerium die geänderte InVeKoS-Verordnung erlassen. Die Einführung neuer Nutzungscodes für die Anlage von Bejagungsschneisen durch die Länder wird damit möglich.

 

Der Bundesrat hat auch entschieden, dass die neuen Nutzungscodes nicht nur für Bejagungsschneisen gelten sollen, sondern auch für Blühstreifen. Der Bundesrat begründet dies damit dass "auch Initiativen der Landwirte zur Verbesserung der Biodiversität durch Blühstreifen und die damit einhergehenden positiven Wirkungen für das Landschaftsbild nicht durch bürokratische Hürden verhindert werden".

 

Der DJV begrüßt diese Entscheidung und fordert die Länder auf, nun ihrerseits die Nutzungscodes einzuführen. Bisher haben dies die Länder Bayern, Hamburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz, Saarland und Schleswig-Holstein getan.

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Aus Feld und Wald.......

 

Tierkinder: nur gucken, nicht anfassen!

 

- Falsch verstandene Tierliebe macht aus Reh, Hase und Co. Waisen -

 

Ob junge Hasen, Rehkitze oder Vogelküken - ab Ende April verwandeln sich Feld und Flur in eine große Kinderstube. Der Deutsche Jagdschutzverband (DJV) bittet daher alle Naturfreunde während der Brut- und Setzzeit um erhöhte Rücksichtnahme. In keinem Fall sollten Spaziergänger vermeintlich allein gelassene Jungtiere anfassen. Das schreckt die Muttertiere ab und macht Kitz und Co. tatsächlich zu Waisen.

 

Der gut getarnte Nachwuchs von Reh und Hase verbringt natürlicherweise die ersten Tage mutterseelenallein im hohen Gras - regungs- und nahezu geruchlos. Nur zum Säugen erscheint die Mutter. Was beim Menschen ein Fall fürs Jugendamt wäre, bietet in der Natur optimalen Schutz vor Fressfeinden wie dem Fuchs. Die Elterntiere beobachten ihren Nachwuchs übrigens meist aus sicherer Entfernung, um keine Räuber anzulocken. In Sachen Nachwuchspflege ist Tier eben nicht gleich Mensch. Der DJV empfiehlt Naturliebhabern, bei ungewöhnlichen Beobachtungen direkt einen Jäger in der Nähe zu informieren. Dieser kann die notwendigen Maßnahmen ergreifen.

 

Stöbernde Hunde können in der Brut- und Aufzuchtzeit viel Schaden anrichten. Denn hochträchtige Rehe sind bei weitem nicht mehr schnell genug, um erfolgreich vor ihnen flüchten zu können. Rehkitze, junge Hasen oder Vogelküken sind ebenfalls leichte Beute. Der DJV bittet daher Hundebesitzer, sich gerade in der Brut- und Setzzeit bis Ende Juni nur auf ausgewiesenen Wegen aufzuhalten und Hunde anzuleinen.

 


 

Frühmahd tierschutzgerecht gestalten

 

Schutz der Wildtiere beginnt vor der Mahd des Grünlandes

 

(Berlin/Bonn, 19. April 2011) Die Mahd von Grünland oder Energiepflanzen wie Grünroggen steht an. Besonders konfliktreich: Der Termin fällt zusammen mit der Brut- und Setzzeit vieler Wildtiere, die in Wiesen und Grünroggen ihren Nachwuchs sicher vor Fressfeinden verstecken. "Ducken und Tarnen" schützt zwar vor dem Fuchs, nicht aber vor dem Kreiselmäher. Effektive Wildtierrettung beginnt bereits vor der Mahd. Entscheidend ist dabei, die anstehenden Grünschnitt-Termine - für Silage oder Biomasseproduktion - rechtzeitig mit dem Jagdpächter abzustimmen und die Mähtechnik dem Tierverhalten anzupassen. Wirkungsvollste Maßnahme ist dabei das Mähen des Feldes von innen nach außen.

 

Bundesverband Lohnunternehmen (BLU), Bundesverband der Maschinenringe (BMR), Deutscher Bauernverband (DBV) und Deutscher Jagdschutzverband (DJV) empfehlen, den Mähtermin mindestens 24 Stunden vorher mit dem Jagdpächter abzusprechen oder selbst erforderliche Maßnahmen für die Wildtierrettung durchzuführen. Dazu gehören beispielsweise das Absuchen der Wiesen, der Einsatz von Wildrettern oder die Vergrämung (Vertreibung). Einfach, kostengünstig und sehr effektiv sind Knistertüten, Flatterbänder oder Kofferradios. Bereits eine Maßnahme zur Vertreibung pro Hektar Anbaufläche wirkt. Derartige Maßnahmen sind auch wichtig, um tierschutzrechtlichen Verpflichtungen nachzukommen. Denn wer Verletzung und Tötung von Jungwild durch den Kreiselmäher bewusst in Kauf nimmt, kann dadurch eine Straftat nach dem Tierschutzgesetz begehen, die mit empfindlichen Geldstrafen geahndet werden kann.

 

Die Verbände empfehlen vor allem, das Feld mit dem Grünlandschnitt grundsätzlich von innen nach außen zu mähen. So haben Feldhasen oder Fasane während der Mahd die Möglichkeit zur Flucht. Bei der Ernte der Ganzpflanzensilage verspricht die Begrenzung der Schnitthöhe auf etwa 15 bis 20 Zentimeter in der kritischen Aufzuchtszeit zusätzlichen Erfolg - gerade bei Rehkitzen, die sich instinktiv ducken.

 

Finanziell gefördert durch das Bundesforschungsministerium entwickeln derzeit namhafte Hersteller von Landtechnik und Elektronik ein Sensorsystem für landwirtschaftliche Mähmaschinen, mit dem künftig in den Wiesen liegende Rehkitze bei der Mahd erkannt werden sollen. Ziel des Projekts "Wildretter" ist ein markttauglicher Prototyp für Mähmaschinen, der mit geringem Aufwand zuverlässig Kitze während der Mahd erkennt. Erste sich in Erprobung befindende Ansätze sind erfolgversprechend. Unabhängig von diesem Forschungsprojekt sind die Maßnahmen zur Kitzrettung vor dem Grünschnitt nach wie vor entscheidend.

 


 

Unbürokratische Lösung für Bejagungsschneisen in Sicht

- DJV unterstützt BMELV-Entwurf und bittet Länder um Mithilfe -

 

Bejagungsschneisen für Maisschläge müssen künftig im Antrag auf Agrarzahlungen nicht mehr gesondert ausgewiesen werden, wenn die Bundesländer entsprechende Nutzungscodes anbieten und für die betreffenden Flächen nur die Betriebsprämie beantragt wird. Damit müsste für einen Schlag mit Bejagungsschneisen nur ein Antrag gestellt werden. Das sieht ein Änderungsentwurf für die Direktzahlungen-Verpflichtungenverordnung und die InVeKoS-Verordnung vor, den das Bundeslandwirtschaftsministerium (BMELV) Ende Januar vorgelegt hat. Die Änderungen sollen noch vor dem 15. Mai für die relevanten Agrarzahlungen in Kraft treten.

 

DJV, Bauernverband und Bundesarbeitsgemeinschaft der Jagdgenossenschaften und Eigenjagdbesitzer (BAGJE) haben den Entscheidungsprozess begleitet und begrüßen die Initiative des BMELV außerordentlich, da für Jagdschneisen damit eine rechtlich tragfähige Grundlage geschaffen wird. Nun sind die Bundesländer gefordert, für nachweislich praktikable Lösungen zur Schwarzwildbejagung bürokratische Hürden abzubauen. Einige Länder haben dies bereits signalisiert. Bislang waren mit anderen Kulturen bebaute oder aus der Produktion genommene Bejagungsschneisen nur förderfähig, wenn sie gesondert ausgemessen und im Förderantrag ausgewiesen wurden. Diesen unnötigen Aufwand haben viele Landwirte gescheut.

 

In dem vom BMELV geförderten Modellvorhaben "Schwarzwildbewirtschaftung in der Agrarlandschaft" haben DJV und Deutscher Bauernverband gezeigt, dass Bejagungsschneisen gleichzeitig den Jagderfolg und die Artenvielfalt erhöhen können. Nur von vornherein angelegte Schneisen führen zum gewünschten Jagderfolg, wie das Modellvorhaben in den vergangenen drei Jahren bewiesen hat. Nachträglich eingehäckselte Schneisen sind weniger effektiv. Für die Begrünung der Schneisen können beispielsweise Wintergetreide, Gräser oder Blühmischungen genutzt werden. Insbesondere Blühstreifen erhöhen die Strukturvielfalt und wirken positiv auf Bodenbrüter. Nach der Brut und zu Beginn der Milchreife des Maises (etwa August), können Blühstreifen gemulcht werden und als Jagdschneise dienen. Der folgende Aufwuchs bietet im Winterhalbjahr Arten der Offenlandschaft zusätzlich Nahrung und schützt vor Bodenerosion.  

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