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Hahn in Ruh

Hahn in Ruh`

- DJV: Schonzeit für heimisches Wild hat begonnen -

Jetzt gilt: Hahn in Ruh`. Damit ist nicht etwa der Hahn gemeint, dem das Krähen auf dem Mist verboten wird, sondern der Abzugshahn einer Waffe. Die Hauptjagdsaison ist zu Ende, für viele Wildarten ist jetzt Schonzeit. "Zur nachhaltigen Jagd gehört selbstverständlich auch der Respekt vor der Natur und damit vor dem natürlichen Biorhythmus der Tiere", so Jochen Borchert, Präsident des Deutschen Jagdschutz-Verbandes (DJV). Bei zahlreichen Wildarten seien die Weibchen bereits trächtig, zudem werde für Pflanzenfresser die Nahrung langsam knapp.

Der Waldboden gibt kaum noch Nahrung her, Feldfrüchte sind rar gesät, Bäume und Sträucher sind ebenfalls kahl. Ob Rot-, Reh- oder Damwild: Die vor dem Winter angelegten Fettreserven gehen zur Neige. Um Energie zu sparen, ist jetzt viel Ruhe notwendig. Borchert dazu: "Gerade Pflanzenfresser leben die letzten Wochen der kalten Jahreszeit im Energiesparmodus." Sie reduzieren dazu ihre Körpertemperatur drastisch und verharren oft stundenlang regungslos.

Die Tiere wirken in dieser Zeit für den Laien oft träge und zutraulich, trotzdem sind sie ständig fluchtbereit. Nähert sich der Mensch, suchen sie das Weite. Die Folge ständiger Störungen ist ein ungeheurer Energiebedarf, der die Reserven mehr als aufzehrt. Der DJV appelliert deshalb an Waldspaziergänger und Naturfreunde auf den Wegen zu bleiben, und Wildruhezonen sowie Dickungen nicht zu betreten.

Ausgenommen von der bis Anfang Mai geltenden generellen Schonzeit ist der Wildschweinnachwuchs. Um den Bestand der fortpflanzungsfreudigen Schwarzkittel zu kontrollieren und die derzeit in einigen Regionen ausgebrochene Schweinepest zu bekämpfen, werden Jungtiere nahezu überall ganzjährig bejagt. Es gilt, eine Übertragung des für den Menschen absolut ungefährlichen Schweinepest-Virus auf Hausschweine zu verhindern. In Risikogebieten legen Jäger Ende Februar in enger Zusammenarbeit mit Behörden Impfköder gegen Schweinepest aus, um eine Ausbreitung des Virus zu verhindern.

Deutscher Jagdschutz-Verband e.V.
Johannes-Henry-Straße 26
53113 Bonn