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Jagd


Jagd ist kein Hobby.............


Es ist des Jägers Ehrenschild,
dass er beschützt und hegt sein Wild,
waidmännisch jagt, wie sich’s gehört,
den Schöpfer im Geschöpfe ehrt“


Jagd ist Verpflichtung gegenüber Wildtieren und deren Lebensräumen!

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Beim Schwarzwild hilft uns der Wolf auch nicht


Schwarzwild gehört durchaus zum Beutespektrum des Wolfs.
Aber selbst in Osteuropa, wo der Wolf nie ausgerottet worden ist, ist sein Einf1uss auf Schwarzwildpopulationen überschaubar.
Das zeigt sich im Baltikum und auch in Polen. Insofern wird uns der Wolf, selbst wenn er sich bei uns weiter so rasant vermehrt und ausbreitet wie bisher, bei der Absenkung der Schwarzwildbestände kaum helfen. Dabei wäre das nicht nur wegen der herannahenden Afrikanischen Schweinepest dringend geboten.
Die Brisanz der Sauenexplosion" wird deutlich, wenn man die Schwarzwildstrecken Brandenburgs aus dem letzten Jagdbericht (Jagdjahr 2014/15) mit denen von vor 20 Jahren (Jagdjahr 1995/96) vergleicht.


Wenn sie weiteres erfahren möchten, hier geht es zu den Ausführungen von

PROF. DR. H.-D. PFANNENSTIEL

weiter zum "Link"


Was ist Waidgerechtigkeit?


Waidgerechtigkeit

Unter Waidgerechtigkeit versteht man die disziplinierte und sittlich begründete Einstellung des Jägers

 

  • zum Wild, indem er die Grundkenntnisse der Jagdkunde beherrscht und die Hege und angemessene Erhaltung des Wildes voranstellt,
  • zum Jagen , indem er unbeherrschtes Töten vermeidet, dem Wild Qualen erspart und die Beute sachgerecht behandelt, das jagdliche Kulturgut wahrt und überlieferten Brauch sinnvoll pflegt,
  • zum Mitjäger, indem er ihm kameradschaftlich und hilfsbereit gegenübersteht, und
  • zur Gesellschaft, indem er ihr aufgeschlossen begegnet und seine jagdliche Tätigkeit in den Rahmen zeitgerechter Erfordernisse stellt.

 

Mit dem Wort "Waidmännisch" war ursprünglich ebenso wie mit dem inhaltsgleich verwendeten Begriff "Waidgerechtigkeit" eine fachgerecht ausgeübte Jagd gemeint. In diesem Sinne Waidgerecht handelte also ein Jäger, der sein Handwerk verstand. Seit Ende des 19. Jahrhunderts hat sich der Begriff durch Hinzutreten des Gedankens der Hege sowie des verantwortungsvollen Schutzes des Wildes gewandelt. Heute bezieht sich der Begriff der Waidgerechtigkeit auf drei Aspekte: Der Tierschutzaspekt betrifft die Einstellung des Jägers zum Tier als Mitgeschöpf, dem vermeidbare Schmerzen zu ersparen sind. Der Umweltaspekt fordert vom Jäger die Einbeziehung der Umwelt in ihrer Gesamtheit in sein Denken und Handeln. Der mitmenschliche Aspekt betrifft das anständige Verhalten gegenüber anderen Jägern sowie der nicht die Jagd ausübenden Bevölkerung.

Nach § 1 Abs. 3 BJG sind bei der Ausübung der Jagd die allgemein anerkannten Grundsätze deutscher Waidgerechtigkeit zu beachten. Der Begriff der Waidgerechtigkeit kann als die Summe der rechtlich bedeutsamen, allgemein anerkannten, geschriebenen oder ungeschriebenen Regeln definiert werden, die bei der Ausübung der Jagd als waidmännische Pflichten zu beachten sind.

 

Nicht unter den Begriff der Waidgerechtigkeit fällt das jagdliche Brauchtum, soweit dadurch keine ethischen Pflichtgebote verwirklicht werden. Wer also etwa "über die Strecke tritt", das Wild nicht "verbricht" oder die Waidmannssprache nicht beherrscht, verletzt nicht die Grundsätze der Waidgerechtigkeit, sondern Jagdbräuche. Diese haben als Teil der Jagdkultur ihre Bedeutung, ihnen kommt aber im Jagdbetrieb keine Funktion zu, die einen der drei oben genannten Aspekte der Waidgerechtigkeit betrifft.

Der Begriff "bei der Ausübung der Jagd" in § 1 Abs. 3 BJG bezieht sich nicht nur auf die eigentliche Jagdausübung, d.h. das Aufsuchen, Nachstellen, Erlegen und Fangen von Wild im Sinne des § 1 Abs. 4 BJG. Ansonsten würden weite Bereiche mit engem Bezug zur eigentlichen Jagdausübung von der Geltung und Anwendung der Grundsätze der Waidgerechtigkeit ausgeschlossen, was mit dem Sinn und Zweck des § 1 Abs. 3 BJG nicht vereinbar wäre. Dieser liegt darin, ein jägerisches Verhalten vorzuschreiben, das sich an ethischen Maßstäben orientiert, die nach allgemein anerkannter Ansicht in der Jägerschaft bestehen. Diese ethischen Maßstäbe beziehen sich nach dem Verständnis der Jäger von der Jagd nicht nur auf die eigentliche Jagdausübung, sondern gehen darüber hinaus und sind vom Gesetzgeber in § 1 Abs. 3 BJG gewissermaßen "hineingedacht" worden. Deshalb ist der Satzteil "bei der Ausübung der Jagd" in einem weiteren Sinn zu verstehen, d.h. die Grundsätze der Waidgerechtigkeit sind bei allen Maßnahmen zu beachten, durch die das Jagdrecht, also die Befugnis, auf einem bestimmten Gebiet Wild zu hegen, darauf die Jagd auszuüben und es sich anzueignen (§ 1 Abs. 1 Satz 1 BJG), verwirklicht wird. Zur Jagdausübung im weiteren Sinne nach § 1 Abs. 3 BJG gehören also auch die Schaffung von Äsungsflächen, Wildeinständen und jagdlichen Einrichtungen, um nur einige Beispiele zu nennen.

Allgemein anerkannt sind alle Regeln, die im Bewusstsein der ganz überwiegenden Zahl der Jäger lebendig sind.

Die allgemein anerkannten Grundsätze der Waidgerechtigkeit haben in vielen geschriebenen Regeln ihren Niederschlag gefunden. So wird im Bundesjagdgesetz z.B. bestimmt, dass

  • die Hege die Erhaltung eines artenreichen Wildbestandes sowie die Pflege und Sicherung seiner Lebensgrundlagen zum Ziel hat (§ 1 Abs. 2 BJG),
  • auf Schalenwild nicht mit Schrot geschossen werden darf (§19 Abs. 1 Nr. 1 BJG),
  • Büchsenpatronen unterhalb einer bestimmten Auftreffenergie bzw. eines bestimmten Kalibers nicht verwandt werden dürfen (§ 19 Abs. 1 Nr. 2 Buchst. a und b BJG),
  • auf gesundes Wild nicht mit Pistolen oder Revolvern geschossen werden darf (§ 19 Abs. 1 Nr. 2 Buchst. d BJG),
  • Schlingen jeder Art, in denen sich Wild fangen kann, nicht aufgestellt werden dürfen (§ 19 Abs. 1 Nr. 8 BJG),
  • Wild nicht vergiftet werden darf und keine vergifteten oder betäubenden Köder verwandt werden dürfen (§ 19 Abs. 1 Nr. 15 BJG),
  • in den Setz- und Brutzeiten bis zum Selbstständig werden der Jungtiere die für die Aufzucht notwendigen Elterntiere, auch die von Wild ohne Schonzeit, grundsätzlich nicht bejagt werden dürfen (§ 22 Abs. 4 Satz 1 BJG) oder
  • krankgeschossenes Wild unverzüglich zu erlegen ist, um es vor vermeidbaren Schmerzen oder Leiden zu bewahren; gleiches gilt für schwer krankes Wild, wenn es nicht gesund gepflegt werden kann (§ 22a Abs. 1 BJG).

 

Die ungeschriebenen Regeln decken den Bereich ab, in dem ein jägerisches Verhalten nach allgemein anerkannter Ansicht jagdethisch abzulehnen ist, wobei die eingangs aufgeführten drei Aspekte Grundlage der Beurteilung sein müssen, also Tierschutz-, Umwelt- und mitmenschlicher Aspekt. Welche Handlungen insoweit Waidgerecht sind und welche nicht, kann nicht allgemein und erschöpfend im Detail festgelegt werden. Vielmehr ist jeder Einzelfall gesondert zu beurteilen und abhängig vom Motiv des Handelnden, dem Objekt dieser Handlung und dem Ort des Geschehens. Jedenfalls ist keineswegs alles erlaubt, was nicht ausdrücklich verboten ist. Vielmehr fordern die Grundsätze der Waidgerechtigkeit eine Selbstbeschränkung des Jägers.

So darf die technische Machbarkeit auch ohne ausdrückliches Verbot niemals dazu führen, dass die Jagd zum reinen Schießen auf lebende Ziele verkommt. Würde z.B. Wild beschossen, das nicht vorher angesprochen, d.h. vom Schützen erkannt und beurteilt wurde, so wäre eine ungeschriebene Regel der Waidgerechtigkeit verletzt, auch wenn das Stück mit einem sauberen Schuss getroffen worden wäre und sich die Erlegung als sachgerecht erwiese. Denn unter dem Tierschutz- bzw. Umweltaspekt ist das Ansprechen unabdingbare Voraussetzung für die ordnungsgemäße Ausübung der Jagd.

Erhebliche Verstöße gegen geschriebene oder ungeschriebene Regeln der Waidgerechtigkeit sind keine "Kavaliersdelikte". Sie sollten deshalb dem Jagdverband und der zuständigen Jagdbehörde zur Kenntnis gebracht werden, damit die erforderlichen Schritte eingeleitet werden können, um Wiederholungen auszuschließen. Seitens des Jagdverbandes sind vereinsrechtliche Schritte, behördlicherseits Maßnahmen bis hin zur Entziehung des Jagdscheins (§§ 17 Abs. 2 Nr. 4, 18 Satz 1 BJG) zu prüfen.

Das Jagdwesen schreitet in der Entwicklung ebenso fort wie unsere Gesellschaft als Ganzes. Deshalb sind die allgemein anerkannten Grundsätze der Waidgerechtigkeit keineswegs starr und unveränderlich. Sie bieten vielmehr auch Raum für gewandelte Auffassungen in der Jägerschaft und tragen zur Überwindung überkommener, als falsch erkannter Verhaltensweisen und damit zur Verbindlichkeit neuer Erkenntnisse für die Ausübung der Jagd bei. Die Verpflichtung des Jägers auf die Grundsätze der Waidgerechtigkeit ist auch künftig die Voraussetzung dafür, dass die Jagd in einer sich verändernden Umwelt nach ethisch-moralisch und sittlich verbindlichen Maßstäben auszuüben ist.

 


Waidgerechte Jagdausübung


Es geht hier um das Aufzeigen, wie Schalenwild auf die verschiedenen Treffer reagiert und wie (weit) es möglicherweise flüchtet, wenn gesetzestreu und nach den Grundsätzen der Waidgerechtigkeit gewaidwerkt wird.

Was hier auf gar keinen Fall herauf beschworen werden soll ist die Diskussion bezüglich Kaliber und Laborierungen, wie sie an Jägerstammtischen, mit kaum zu überbietenden Hartnäckigkeit, geführt werden.

Ich sehe das eher wie Pàl Esterhàzy der, anlässlich der Erlegung seines tausendsten Rothirsches nach dem besten Hochwildkaliber befragt antwortete, dass ihm zur Beantwortung dieser Frage die Erfahrung fehle.

Schweißhundeführer wissen aus ihrer Erfahrung, dass unsere modernen Gewehre mit hoher Präzision und exzellenter, stark vergrößernder Optik immer mehr Jagdscheininhaber zu riskanten Schüssen verleiten.

Eindeutig lässt sich sagen, dass die Nachsucheneinsätze in jüngerer Zeit, im Vergleich zur Strecke eher eine steigende Tendenz zeigt.

Das hat wohl drei Gründe:

  1. Die Nachtjagd ist heute bei gutem, aber auch mäßigem Mond einer der Hauptjagdarten auf Schwarzwild. Sie liefert auch die meisten Nachsuchen im Jahr.
  2. Bewegungsjagden auf Schalenwild haben zugenommen. Auch dadurch ist die Zahl der oft schwierigen Nachsuchen gestiegen.
  3. Moderne Waffen und Optik verleiten, wie schon oben angedeutet, manchmal zu weitem und riskantem Schießen.

Das Gesagte wird unterstrichen durch auffallend wenig Nachsuchen, die bei Früh- oder Abendansitzen anfallen. Der Anteil an Nachsuchen auf Hochwild ist deutlich höher als auf Rehwild, was ich darauf zurückführe, dass Rehwild weiterhin vorwiegend vom Ansitz aus bei guten bis passablen Lichtver­hältnissen bejagt wird.

Kommen wir zurück zum Fluchtverhalten bei Reh-, Rot-, Muffel- Dam- und Schwarzwild. Gams habe ich nie nachgesucht, dass ich mir keine Meinung dazu bilden konnte.

Beurteilung der Schusszeichen, des Fluchtverhaltens und der Pirschzeichen

Rehwild

Unsere kleinste Schalenwildart ist zweifellos unsere weicheste . Für die Bejagung sind alle Kaliber ab .222 Remington einsetzbar. Nach meiner Einschätzung bringen die etwas stärkeren, langsameren Kaliber wie 8x57 I (R) S oder 9,3x62 (74 R) gute Wirkung und deutliche Pirschzeichen. Die Wildbretzerstörung ist oft geringer als bei schnellen, kleineren Kalibern. Bei Schüssen kurz hinter das Blatt verendet Rehwild im Feuer oder nach Fluchtdistanzen unter 100 Meter. Die Wildbretzerstörung bei Treffern kurz hinter dem Blatt ist, von Hochrasanzkalibern abgesehen, gering. Der Schuss knapp hinter das Blatt, und deshalb plädiere ich dafür, schaltet Laufschüsse normalerweise aus. Am Anschuss werden wir je nach Kaliber mehr oder weniger Lungenschweiß finden. Das Stück wird bei gutem Licht auch ohne Hund zu finden sein.

Bei allen anderen Treffern wird Rehwild ohne einen firmen Hund kaum zur Strecke zu bringen sein. Ich rate vom Einsatz von Mindestkalibern ab, da leider eben nicht immer alle Schüsse in der Kammer sitzen und ein Reh mit der 8x57 IS auf dem Pansen getroffen eher verendet als beim Einsatz eines Mindest­kalibers.

Mit einem firmen Hund werden aber weidewund geschossene Rehe immer zur Strecke zu bringen sein. Reicht die Leistung des eigenen Gebrauchshundes nicht aus, wird der speziell auf Schweiß geführte Hund zum Stück führen. Bei Weidewundschüssen, vorausgesetzt das Wild wurde nicht kurz nach dem Schuss aufgemüdet, werden die Fluchtdistanzen je nach Kaliber zwischen 50 und 300 Meter betragen. Alle anderen Schüsse, wie Lauf-, Krell-, Äser- und Wildbrettreffer erfordern den speziell auf Schweiß geführten Hund, der sicher am Riemen arbeitet, aber auch in der Lage ist, ein Reh zu stellen oder nieder zu ziehen. Das bedeutet, dass bei den zuletzt genannten Treffern zu langsame Hunde nichts verloren haben. Mit Ausnahme des Äserschusses wird das beschossene Stück früher oder später ins Wundbett gehen. Die Fluchtdistanzen betragen je nach Bewuchsart zwischen 50 und 500 Meter. Diese im Vergleich zu Hochwild geringen Fluchtdistanzen sind typisch für das Reh. Selbst im kranken Zustand klebt es an seinem Territorium beziehungsweise an dessen direktem Umfeld.

Bei Lauf-, Krell-, Wildbret und Äserschüssen bekommt man gelegentlich zu hören, solche Stücke seien nicht zur Strecke zu bringen. Eine Nachsuche wird nur sehr lax angegangen oder gar unterlassen. Zugegeben, Krellschüsse und vor allem Äserschüsse sind extrem schwierig, aber ein sicherer Riemenarbeiter kann durchaus zum Stück führen und eine geringe Chance, das Stück durch eine Hetze oder durch vorgestellte Schützen zur Strecke zu bringen, besteht durchaus. Laufschüsse sind hingegen leichter, da das Wild in seiner Bewegung stark behindert ist. Da Rehwild sich aber nicht gern dem Hund stellt, kann es zu verhältnismäßig langen Hetzen kommen.

Zusammenfassend kann man sagen, dass Rehwild bei tödlichen Rumpftreffern leichte Nachsuchen mit kurzen Fluchtdistanzen verursacht, jedoch alle anderen Schüsse schwierige Nachsuchen liefert. Bei keiner anderen Schalenwildart sind die beiden Extreme so krass.

Abschließend sei noch erwähnt, dass Rehwild von allen Schalenwildarten Treffer am deutlichsten anzeigt, also die deutlichsten Schusszeichen liefert die der Schütze kennen sollte um die möglicherweise notwendige Nachsuche schon im Vorfeld zu erleichtern und den richtigen Hund auf die Wundfährte zu bringen.

Rotwild

Vieles, was eben für das Rehwild gesagt worden ist, trifft auch beim Rotwild zu. Wir haben es jedoch mit einer Wildart zu tun, die fünfmal mehr Körpervolumen hat, und wenn wir an Hirsche in der Feistzeit denken, sogar mehr. Für die Kahlwildjagd und die Jagd im Hochgebirge, wo das Rotwild bekanntlich etwas schwächer ist als im Mittelgebirge oder Flachland, reichen sicherlich die 6,5 oder 7 Millimeter-Kaliber bei sauberen Schüssen aus. Jagen wir auf starkes Rotwild, Feist- oder Brunfthirsche halte ich sie für zu schwach.

Die jagdlichen Situationen sind leider nicht immer optimal, beispielsweise wenn das Stück nicht ganz breit steht und halbspitz von vorn oder halbspitz von hinten beschossen wird. Das Gleiche gilt für ziehende oder flüchtige Stücke, bei denen der Schuss manchmal etwas zu weit hinten sitzt.

In solchen Fällen, also Pansen- und Leberschüssen oder gar Schüssen durch das kleine Gescheide, ist es zweifellos besser, größere Kaliber und Geschosse mit höherem Gewicht verwendet zu haben. Die Stücke hinterlassen mehr und deutlichere Pirschzeichen und gehen auch früher ins Wundbett, in dem sie, wenn sie nicht vorzeitig aufgemüdet werden, verenden.

Während wir nach einem Herz-Lungen-Treffer das Stück im Umkreis von 200 Metern um den Anschuss herum finden, kann das bei leichten Schrägschüssen, also zum Beispiel Lunge-Pansen-Treffern, ganz anders sein. Ist in solchen Fällen, und das kommt häufig vor, kein Ausschuss vorhanden, also Schweiß Mangelware, ergeben sich dann durchaus ernst zu nehmende Nachsuchen mit Fluchtdistanzen bis zu 500, ja 1 000 Metern. Bei reinen Waidewundschüssen sind die Fluchtdistanzen deutlich höher.

Da wir in solchen Fällen eher vom Schlimmsten ausgehen sollten, muss mit Fluchtdistanzen von mehreren Kilometern gerechnet werden. Auch müssen wir damit rechnen, dass das Stück auch bei einer Wartezeit von mindestens vier Stunden, vorher wird keine Suche begonnen, noch nicht verendet ist. Natürlich gehen die so beschossenen Stücke, lässt man sie in Ruhe (!), normalerweise bald ins Wundbett. Handelt es sich aber beispielsweise um ein Kalb, wird es, solange es die Läufe tragen, Anschluss an das rührende Alttier halten. Bei Drückjagd beschossene Stücke unterliegen wieder anderen Einflüssen. Sie können mehrfach aufgemüdet enorme Strecken zurücklegen. Rotwild ist zudem, wenn man das überhaupt von Wildtieren sagen kann, intelligenter als Rehwild. Es zieht häufig hin und her, im Kreis, oder legt Widergänge ein. Das bedeutet, es zieht auf der eigenen Fährte zurück, um dann im rechten Winkel zur Fährte weiter zu flüchten. Ein, wie ich meine, durchaus intelligenter Versuch, seine Verfolger abzuschütteln. Kein anderes heimisches Wild beherrscht das übrigens so perfekt wie ein alter, kranker Hirsch. Alle Nachsuchen auf Rotwild, mit Ausnahme der eingangs erwähnten Kammerschüsse, sind schwierig und erfordern den Einsatz firmer, ausschließlich auf Schweiß geführter Hunde. Jegliches Probieren mit gerade greifbaren Hunden hat zu unterbleiben, weil sie die Situation nur noch schwieriger machen.

Das Schlimmste sind Knochenstücke am Anschuss. Sie können von den Läufen, von den Rippen, von den Dornfortsätzen, aber, und das ist das Schlimmste, auch vom Äser stammen. Röhrenknochen sind leicht den Läufen zuzuordnen. Bei Äserschüssen findet man in der Regel scharfkantige Knochenscherben mit Zahnteilen. Findet man keine Zahnstücke am Anschuss, glaubt man manchmal zunächst an einen Laufschuss, muss sich aber im Laufe der Suche korrigieren. Speichelförmiger himbeerfarbener Schweiß lässt das Schlimmste erwarten: Äserschuss; der Albtraum eines Schweißhundführers.

Wir müssen uns verdeutlichen, wir haben es mit einem Stück Wild zu tun, das, wenn wir es nicht zur Strecke bringen, dem Hungertode ausgeliefert ist. Es ist aber organisch zunächst noch gesund, auf vier intakten Läufen, also in der Lage, enorme Entfernungen zurückzulegen ohne ins Wundbett zu gehen. Es muss alles Erdenkliche aufgewendet werden, um das Stück zur Strecke zu bringen. Wenn ein Tag nicht ausreicht, wird am folgenden mit frischen Hunden weitergearbeitet. Auch werden zusätzliche Schützen mit eingesetzt, die eventuelle weit vorgezogene Wechsel besetzen. Die Chance, das Stück zur Strecke zu bringen, besteht darin, es durch ständiges Folgen zu ermüden. Dann gelingt es unter Umständen, vielleicht, möglicherweise, es bei einer Hetze doch zu stellen.

Äserschüsse, auch Gebrechschüsse, zeigt das Wild durch Schütteln des Hauptes, so wie wir es von unseren Hunden kennen, wenn sie sich die Behänge um das Haupt schlagen. Falls möglich, gilt es, sofort nachzuschießen und zwar aus allen Rohren , egal wie das Stück steht oder flüchtet. Es muss jede Chance genutzt werden, um es kranker werden zu lassen. Das Gleiche gilt bei Krellschüssen.

Bei der Hetze stellt sich Rotwild übrigens viel schneller als Rehwild. Die Ausnahmen sind, wie oben bereits beschrieben, Kälber, die dem Alttier solange wie möglich folgen und oft auch Schmaltiere, insbesondere bei Laufschüssen oder sonstigen nicht kurzfristig tödlichen Treffern. Hier muss der leistungsstarke Hund das Stück zum Stehen bringen oder das Stück durch lange Folge zu Stande hetzen.

In diesen Fällen tut sich der Schweißhundführer schwer, aufgrund der weiten Distanz den Standlaut des Hundes zu finden. Im bergigen Gelände versagt auch die Telemetrie. Man muss dann mit Fahrzeugen auf den Forstwegen ausschwärmen, um den Standlaut des Hundes und damit das Stück zu finden. Ich habe es auch bei den eigenen Hunden erlebt, dass sie nach viele Stunden das Stück stellten und verbellten. Schwierig wird es, wenn darüber die Nacht herein bricht. Es sind aber sogar Fälle bekannt, wo Schweißhunde auch über Nacht beim Stück geblieben sind.

Damwild

Vieles, was eben für das Reh- und Rotwild gesagt worden ist, trifft auch beim Damwild zu.

Eine dauerhafte, ausgeprägte Raumtreue wie es das Kahlwild zeigt, ist bei den Hirschen nicht zu beobachten. Alles Damwild gilt als sehr schusshart .

Die drei Fernsinne des Damwildes Äugen, Vernehmen und Wittern gelten als hoch entwickelt. Ob und wie reagiert wird, hängt unter anderem von der individuellen psychischen Verarbeitung ab. Diese Beziehungen zwischen Wahrnehmung und Reaktion sind naturgemäß von erheblicher jagdpraktischer Bedeutung. So kann sich der erfahrene Damwildjäger in einem durch Erholungssuchende stark frequentierten Revier dem Wild gegenüber ganz anders verhalten als in einem Jagdbezirk, in dem der Mensch generell als Feind wahrgenommen und mit Flucht reagiert wird. In normal bejagten Revieren weicht Damwild dem sich bewegenden Menschen, der optisch wahrgenommen wird, im Freien bereits bei einer Entfernung von 700 Metern aus bei einem Abstand also, bei dem Rehwild nicht einmal sichert. Jede Bewegung des vermeintlichen Feindes unterstützt dabei das Erkennen. Besonders erstaunlich ist, dass Damwild offenbar mehr als die anderen Schalenwildarten in der Lage ist, auch aus Teilen des optischen Feindschemas Mensch, wie sie beim teilweise von Gesträuch verdeckten oder liegenden Jäger erkannt werden, auf diesen zu schließen. Selbst in hellen Schneenächten erkannte Damwild den partiell getarnten Beobachter noch auf 230 Meter Entfernung. Eine besondere Rolle dabei spielt der Kopf oder besser das helle Gesicht von uns Mitteleuropäern. Diese Erkenntnisse treffen natürlich auch den Hundeführer. Bezüglich des Zeichnens und der Pirschzeichen verweise ich auf das o.g. (Rotwild). Auf gar keinen Fall ist die Nachsuche ein Experimentierfeld für unerfahrene Hundeführer.

Schwarzwild

Vom Streckenaufkommen liegt Schwarzwild in Deutschland mit über 500 000 Stück nach Rehwild an zweiter Stelle. Entsprechend häufig sind die Nachsuchen. Schwarzwild hat praktisch keine Schonzeit. Für die Führer spezieller, auf Schweiß geführter Hunde, gibt es damit keine Ruhepausen mehr, wie früher von Februar bis Juni, während der Frisch- und Säugezeit. Sauen werden heutzutage größtenteils nachts erlegt. Auch bei gutem Mondlicht ist nicht immer ein genaues Abkommen möglich. Durch das Münd­ungsfeuer ist es oft unmöglich, das Stück im Schuss oder nach dem Schuss zu beobachten. Auch ist ein zweiter Schuss in der Regel nicht möglich.

Ich plädiere daher unbedingt für die Verwendung von Kalibern ab acht Millimeter aufwärts. Sauen sind ein sehr hartes Wild. Sie verdauen einiges und flüchten weit.

Auch bei Gesellschaftsjagden rate ich zu stärkeren Kalibern, weil beim Schießen auf flüchtendes Wild die Treffer leider öfter hinter der Kammer liegen.

Schwarzwild zeichnet kaum. Oft ist kein Zeichnen zu erkennen. Aus diesem Grund halte ich es für notwendig, dass nach jedem Schuss auf ein Stück Schwarzwild grundsätzlich eine Kontrollsuche gemacht wird.

Sitzt das Geschoss in der Kammer, liegt das Stück im Knall oder flüchtet eine kurze Strecke kopflos . Die Nachsuche ist leicht, Hindernisse, wie zum Beispiel Bäume, werden angeflohen und zeigen meist viel Schweiß. Die Fluchtstrecke beträgt in der Regel nicht mehr als 150 Meter bei Herz-Lungen-Treffern.

Bei Treffern durch das große und kleine Gescheide lassen sich fast keine Regelmäßigkeiten bezüglich der Fluchtdistanzen festlegen. Es ist besonders wichtig, dass man bei Weidewundschüssen das Stück in Ruhe lässt und keinesfalls vor einer Wartezeit von mindestens vier Stunden beginnt, die Sau zu verfolgen. Sauen, die nach dem Schuss in Ruhe gelassen werden, gehen recht schnell ins Wundbett.

Vorzeitig aufgemüdet ziehen sie enorm weit, bis sie praktisch in der Fährte verenden. Beschossene Frischlinge versuchen Anschluss zur Rotte zu halten.

Je nach Sitz des Weidewundtreffers kann mit Fluchtdistanzen zwischen 500 Meter im günstigsten Falle und mehreren Kilometern, bis zu zehn Kilometer, gerechnet werden.

Die Länge der Riemenarbeit relativiert sich insofern, als dass Sauen mit Weidwundtreffern intensive Witterung hinterlassen. Gefragt ist hier also vorwiegend das Konzentrations- und Durchhaltevermögen des Hundes über alle Verleitungen hinweg.

Knochentreffer, wie Lauf-, Gebrech- oder Brustkernschüsse ergeben immer schwierige Nachsuchen. Ohne ausschließlich auf Schweiß geführte Spezialisten wird man die Sau kaum bekommen. Erreicht man das kranke Stück am Riemen, sind die Hetzen verhältnismäßig leicht, weil Sauen sich selbstbewusst sehr rasch stellen. Als Schweißhundführer muss man sich vor annehmenden Sauen in Acht nehmen. Sie sind wahrhaftig wehrhaft. Es gibt Schwarzkittel die hoch aggressiv sind, ja den Menschen geradezu suchen. Die meisten Unfälle bei Schweißhundleuten passieren mit Sauen. Angeschweißte Bachen sind nach meiner Erfahrung gefährlicher einzuschätzen als männliche Stücke.

Muffelwild

Für mich ist Muffelwild mit die härteste heimische Wildart, besonders die Widder. Selbst mit besten Kammerschüssen flüchten die Widder ohne jegliches Zeichen als seien sie gesund. Selbst mit guten Kammerschüssen sind Fluchtdistanzen bis 300 Meter nichts Außergewöhnliches.

Im unübersichtlichen Gelände könnten solche eigentlich leichten Totsuchen für den Führer schwieriger werden, da er kaum Pirschzeichen findet. Die dichte Decke hält den Schweiß wie in einem Schwamm fest. Für den firmen Hund ist die Muffelnachsuche eher leicht, da der extreme Eigengeruch des Muffelwildes der Nase des Hundes offensichtlich keine Schwierigkeiten bereitet.

Weidewundtreffer ergeben immer schwierige Nachsuchen, weil das Wild enorme Entfernungen zurücklegt, bevor es ins Wundbett geht.

Auch Knochen- und reine Wildbrettreffer ergeben in der Regel schwere Suchen. Der beste Hund ist hier gerade gut genug. Versuchen Sie es erst gar nicht mit Ihrem vielseitig gearbeiteten Gebrauchshund!

 

Schusszeichen in Kurzform

Daher an dieser Stelle noch einmal die wichtigsten Zeichen in Kurzform sowie die empfohlenen Wartezeiten bis zum Beginn der Nachsuche:

  1. Blattschuss: Wild steigt vorne steil hoch. Flüchtet blindlings, flieht gegen Hindernisse und bricht in der Flucht zusammen, Fluchtentfernungen über 100 Meter sind nicht selten. Wird die Wirbelsäule beim Hochblattschuss verletzt, liegt das Stück im Feuer.
    Wartezeit: ca. 1 1,5 h
    Aussicht auf Erfolg: gut bis sehr gut
  2. Waidwundschuss: Beim Treffer in das große Gescheide wird die Kugel mit einem kurzen Ruck quittiert. Trifft die Kugel das kleine Gescheide, kann man häufig ein beidseitiges Ausschlagen mit den Hinterläufen beobachten. Das Stück geht relativ schnell ins Wundbett. Wird es aufgemüdet, kann es noch größere Strecken zurücklegen.
    Wartezeit: großes Gescheide 5 6 h / kleines Gescheide 3 4 h
    Aussicht auf Erfolg: gut bis sehr gut
  3. Krellschuss: Das Stück liegt im Feuer, schlegelt mehr oder weniger intensiv, wird nach kurzer Zeit wieder hoch und flüchtet wie ein gesundes Stück.
    Wartezeit bis zum nächsten Tag
    Aussicht auf Erfolg: sehr gering bis unmöglich (Voraussetzung ist der Einsatz eines zum Hetzen fähigen Hundes mit entsprechender Erfahrung)
  4. Nierenschuss: Das beschossene Stück bricht meist im Feuer zusammen, klagt sehr deutlich, versucht sich in die nächste Deckung zu schleppen und verendet in der Regel in nicht allzu weiter Entfernung vom Anschuss.
    Wartezeit: möglichst nicht weniger als3 h
    Aussicht auf Erfolg: gut bis sehr gut
  5. Leberschuss: Das Wild zeichnet mit deutlich gekrümmtem Rücken, nimmt relativ schnell ein Wundbett an.
    Wartezeit: 3 h z.T. bis 6 h je nach Lage des Treffers
    Aussicht auf Erfolg: gut bis sehr gut
  6. Äser- und Gebrechschuss: Meist bricht das Stück im Knall zusammen, beim Flüchten wird das Haupt geschüttelt, es nimmt kaum ein Wundbett an.
    Wartezeit: möglichst über Nacht nicht unter 8 h
    Aussicht auf Erfolg: gering bis unmöglich (Voraussetzung ist der Einsatz eines zum Hetzen fähigen Hundes mit entsprechender Erfahrung)
  7. Trägerschuss: Das Stück liegt im Feuer, wenn die Wirbelsäule getroffen wird. Bei Drossel- oder Schlunddurchschuss gibt es keuchende Laute von sich.
    Wartezeit: 2 4 h
    Aussicht auf Erfolg: gut (Voraussetzung ist der Einsatz eines zum Hetzen fähigen Hundes mit entsprechender Erfahrung)
  8. Laufschuss: Das Wild knickt mit dem getroffenen Lauf ein, wird flüchtig. Oft ist der schlenkernde Lauf deutlich zu erkennen. Beim Hinterlaufschuss ist die Behinderung erheblich größer, in der Regel schweißen die Stücke mehr.
    Wartezeit: über Nacht nicht unter 8 h
    Aussicht auf Erfolg: mäßig bis unmöglich (Voraussetzung ist der Einsatz eines zum Hetzen fähigen Hundes mit entsprechender Erfahrung)
  9. Wildbretschuss: Wild zeichnet kaum, zu Anfang meist massenhaft Schweiß, der sehr schnell weniger wird, später verliert er sich völlig.
    Wartezeit: wenn überhaupt nach 8 10 h
    Aussicht auf Erfolg: sehr gering (Voraussetzung ist der Einsatz eines zum Hetzen fähigen Hundes mit entsprechender Erfahrung)

 

 

Verantwortungsvolle Jäger kontrollieren auch einen vermeintlichen Fehlschuss mit einem brauchbaren Hund. Suchen lohnt sich immer, zum einen beruhigt es das eigene Gewissen, zum anderen kann ein Treffer nicht erkannt worden sein. Wie oft habe ich es schon erlebt, dass nach einem Schuss auf eine Sau durch den Schützen keinerlei Pirschzeichen am Anschuss zu finden waren, das Stück aber auf der Nachsuche gefunden wurde. Es war waidwund getroffen, der Anschuss hatte sich zugesetzt. Hätte keine Nachsuche stattgefunden, wäre die Sau verludert.

 

 R. Braun


Informationen zur Jagd in Bbg.

 

Bekämpfung der Afrikanischen Schweinepest in

Wildschweinen in Deutschland

 

Vor dem Hintergrund der aktuellen Seuchenlage in Europa fand am 13. März in Berlin ein Workshop mit Wissenschaftlern aus dem Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) und von Forschungseinrichtungen aus dem Bereich Wildtierbiologie und Waldökologie sowie Vertretern von Jagdverbänden und weiteren Wildschweinexperten statt.

 

Näheres erfahren Sie > HIER <

 
 
Das MIL (Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft) hat eine Seite mit Informationen zum Thema Jagd!!!
 
Wenn auch (leider) ein wenig "forstlastig" ist sie ein guter "Wegweiser" auf die wichtigen Seiten zu diesem Thema!
 
Hier geht's zur Seite <
 
 

Urteile

Meldefrist bei Wildschadensverfahren

Zur Ausschlussfrist des § 34 Satz 1 BjagdG für die Anmeldung von Wildschäden bei landwirtschaftlich genutzten Flächen.
Verursacht Schalenwild, Kaninchen oder Fasan Schäden, musste der betroffene Landwirt bislang jeden neuen Schaden innerhalb einer Woche der Gemeinde melden.
Durch ein Urteil des Bundesgerichtshofs wurden nun die strengen Vorgaben für die Nachmeldung von fortlaufenden Schäden etwas gelockert.

BGH, Urteil vom 15.04.2010 III ZR 216/09
LG Rostock
AG Güstrow

Das Urteil finden Sie hier als PDF Datei:
BGH-Wildschadensurteil-2009 [371 KB]

Was sich so einfach liest, ist oft komplizierter als man denkt!
Nur nach genauem Lesen der Urteilsbegründung kommt Klarheit in diese Angelegenheit!!!!

Schießstand "Bahnsdorfer Berg"


Bitte der Liste der Schießstände des LJV B entnehmen (Schießstände in Brandenburg)

DJV Schwarzwildprojekt [715 KB]

DJV Projektbeschreibung [518 KB]